Werde deine eigene Heilerin oder was das Fundament für Famosität ist

Es war einmal eine junge Frau, die sich auf eine Reise begab. Ihre Familie und ihre Freunde hatten ihr dazu geraten. Immerhin erreichte man im Leben nur etwas, wenn man sich in die Welt hinauswagte und hart arbeitet. Sie verließ also die vertraute Welt ihres Dorfes, um in der Ferne ihr Glück zu finden. Bald fand sie eine Stadt, welche sehr vielversprechend aussah. Sie beschloss sich hier genauer umzusehen und zu verweilen. Die Freude die Menschen dort kennen zu lernen und neue Dinge zu entdecken war groß. Wenig später, lernte sie gar einen Mann kennen, von dem sie glaubte, er könne sie durch ihr Leben begleiten. Arbeit hatte sie auch schnell gefunden. So lebte sie Tag ein Tag aus. Schnell merkte sie aber, dass ihr Leben, sich oberflächlich und eintönig anfühlte. Nach einer Weile sendete ihr Körper ihr auch Signale, die ihr zeigten, dass etwas ganz und gar nicht stimmte. Sie hörte in sich rein und stellte fest, dass Selbstzweifel, die Angst zu versagen und die Überzeugung nicht gut genug zu sein, zu ihrem primären Handlungsmotiv geworden waren. Das gefiel ihr ganz und gar nicht. Sie wollte die Situation verändern und brachte all ihre noch vorhandene Kraft auf und beschloss den Mann zu verlassen und Hilfe außerhalb der Stadt zu suchen. Bei ihren Streifzügen begegnete sie einer Heilerin, der sie ihre Situation schilderte. Die Heilerin sagte „Komm, ich gebe dir ein Dach über dem Kopf, etwas zu essen und helfe dir bei dem Umgang mit deinen Ängsten. Dafür musst du mir nur zur Hand gehen und mir bei meinen Aufgaben helfen.“ Also entschied sich die junge Frau es zu wagen. Sie fing an für die Heilerin zu arbeiten. Dabei merkte sie, dass ihr die Aufgaben, die sie bekam, leicht von der Hand gingen und ihr sogar Spaß machten. Schnell setzte ein Gefühl der Zufriedenheit ein, da sie bei den Aufgaben das Gefühl hatte, etwas Sinnvolles für die Menschheit zu tun. Immerhin half sie dabei, dass es den Menschen, die zur Heilerin kamen, wieder besser ging. Zudem fragte die Heilerin sie jeden Abend „Was hast du bei den Aufgaben heute über dich gelernt?“ Anfänglich war ihr die Frage noch fremd vorgekommen und sie fragte sich, wie all das mit ihren negativen Emotionen helfen solle. Das Antworten fiel ihr nicht gleich leicht. Je öfter sie aber über die Frage nachdachte, umso mehr gewöhnte sie sich an die Frage und fand Gefallen daran, der Heilerin zu berichten, was sie über sich lernte. Dabei sprach sie darüber, wie sie die Aufgaben gelöst hatte und welche Fähigkeiten sie dazu eingesetzt hatte. Nach und nach merkte die junge Frau, dass die Selbstzweifel und Versagensängste fast ganz verschwunden waren. Sie fragte die weise Frau „Sag, wie kann es sein, dass all meine Ängste verschwunden sind?“ Die weise Frau lächelte und sagte „Kind, das liegt daran, dass du deine Famosität gefunden hast.“  

Und sie lebte glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.

Tja, wenn das mal immer so leicht wäre. Auch wenn die Geschichte vielleicht wie ein Märchen klingt und etwas abstrakt wirkt, konnte sich die ein oder andere vielleicht in der Geschichte der jungen Frau wiederfinden. Ich für meinen Teil, kann es.

Leider haben wir nicht alle so eine Heilerin in unserem Leben, die jeden Abend mit uns über uns selbst spricht. Aber soll ich euch was sagen? So eine Heilerin zu haben, ist hilfreich, ja. Die gute Nachricht ist aber, dass es Dinge gibt, die ihr selbst unternehmen könnt, um zu eurer Famosität zu gelangen.

Mit einer kleinen Hilfestellung könnt ihr selbst zu eurer eignen Heilerin werden.  Es gibt nämlich verschiedene Faktoren, die das Fundament für Famosität bilden und für euch eine Orientierung sein können, um bei eurer Famosität anzukommen.

Grund- und Sicherheitsbedürfnisse decken

Sich mit sich selbst und seiner Umwelt auseinander zu setzen kostet Zeit und Energie. Dies ist etwas, was man nicht zwischen Tür und Angel oder auf dem Weg zum Einkaufen mal eben einschieben kann. Wenn wir aber wissen, wir haben genug zu Essen und zu Trinken, wir bekommen regelmäßig Geld und alles Wichtige, das wir zum Überleben brauchen, ist gesichert, dann sind wir offen für die Auseinandersetzung mit uns selbst. Auf dem Weg zur Famosität ist es daher hilfreich, sich als erstes darum zu bemühen, eine sichere und gesunde Umgebung zu erschaffen, in der du dich Angst- und Sorgenfrei mit dir selbst befassen kannst.

Solltest du dich in einer Situation befinden, in der du das nicht allein schaffen kannst, zögere nicht, dir Hilf zu holen. Dies ist kein Zeichen von Schwäche, sondern der erste Schritt, den du in Richtung Famosität machst.             

Werte leben

Jeder Mensch ist anders. Wir alle haben unterschiedliche Vorstellungen und Wünsche vom Leben. Dennoch sind wir alle in einem gleich. Auf dem Weg zum Erwachsenwerden entwickeln wir verschiedene Grundsätze, die für unser Leben wichtig sind. Dabei handelt es sich um Werte, die in reiner Form und ohne Einfluss der Gesellschaft, die Hauptmotivation für all unsere Entscheidungen und all unser Handeln im Leben bilden. Da wir auf der Welt nicht allein Leben, kann es passieren, dass unsere persönlichen Werte von Werten, die uns z.B. die Gesellschaft vorgibt, überlagert werden. Wir rücken dann Dinge in den Mittelpunkt unseres Handelns, die uns vermeintlich wichtig sind, weil wir dafür von der Gesellschaft dafür Wertschätzung erlangen. Über kurz oder lang führt das bei uns selbst zu Unzufriedenheit, Orientierungslosigkeit oder Erschöpfung. Für ein famoses Leben dienen Werte als Anker. Die eigenen Werte zu kennen ist daher ein Schritt, um der Famosität näher zu kommen.

Talente nutzen

Jeder Mensch verfügt über Talente. Es ist nicht immer leicht, diese zu entdecken und zu entfalten. Für die eigene Famosität ist es aber unerlässlich. Nimm dir also Zeit und finde heraus, was deine Talente sind und nutze sie so oft du kannst. Reflektiere darüber und verwandle Talente in Stärken. Dann weißt du genau, was du kannst und lernst dadurch dir selbst zu vertrauen. Zudem wirst du bei einem vermehrten Einsatz deiner Talente bzw. Stärken merken, dass du zufriedener durch das Leben gehst und dir Dinge leichter fallen.

Emotionen erkennen und das Handeln anpassen

Wir haben es alle schon erlebt. Plötzlich spüren wir eine Emotion, die uns völlig übertrieben handeln lässt. Plötzlich spüren wir eine Emotion, die uns gar nicht gefällt und versuchen das Poker Face aufzusetzen, damit ja keiner (uns selbst miteingeschlossen) bemerkt, was gerade in uns passiert. In unserer Gesellschaft scheint es ein Tabuthema zu sein über negative Emotionen zu sprechen. Wir wollen nicht, dass sich das Gegenüber unwohl fühlt oder dass wir als schwach wahrgenommen werden. Je häufiger wir unsere Emotionen wegsperren, umso höher wird der Druck im metaphorischen Schnellkochtopf, was irgendwann zu Überdruck und einer Explosion führt. Emotionen entstehen immer aus einem Grund, meistens wenn im Sinne unserer Werte oder gegen unsere Werte gehandelt wird. Ein achtsamer Umgang mit unseren Emotionen kann daher als Kompass dienen, sein Handeln nach den eigenen Werten auszurichten und Famositiät zu erreichen. 

Mit Krisen umgehen             

Egal wie gut wir uns selbst kennen und egal wie gut unsere Grundbedürfnisse gedeckt sind, es wird im Leben immer auch Krisen geben. Das gehört einfach dazu. Genau wie es Licht nicht ohne Schatten gibt oder Ebbe ohne die Flut. Für die Famosität ist es daher wichtig, zu wissen, wie man mit diesen Krisen umgehen kann. Dabei geht es nicht darum, Wege zu finden, die Krise einfach nur hinter sich zu lassen. Klar, wir Menschen sind super darin, unschöne Dinge, einfach wegzusperren oder sie zu verdrängen. Dieses Verhalten ist aber nicht das, was ich meine. Bei Krisen geht es darum, sich mit diesen auseinander zu setzen, aus ihnen zu lernen und gestärkt wieder herauszugehen. Das klingt immer sehr leicht, wenn man gerade in keiner Krise steckt und ist schwerer, wenn man gerade eine Krise erlebt. Aber auch das lässt sich erlernen.

Die Reise zur Famosität ist individuell. So hat jede famose Frau auch ihre eigenen Wege ihre Famosität zu stärken.

Was machst du, um deine Famosität zu stärken? Welche Faktoren müssen für dich stimmen, damit du ganz in deiner Famosität schwimmst?

Wir sind gespannt darauf, was du uns erzählst und freuen uns von dir zu lesen. 

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